Mentale Geburtsvorbereitung

Vorbereitet sein

Die Arbeit mit geburtstraumatisierten Frauen hat in mir die Sensibilität und ein Bewusstsein für die Bedeutung der mentalen Geburtsvorbereitung geschaffen. Durch die Gespräche mit betroffenen Frauen wurde mir deutlich, welch wichtige Rolle die Geburtsvorbereitung für das Erleben der vier Geburtsphasen spielen kann.

Intime Fragen werden von Frauen in einem regulären Geburtsvorbereitungskurs oftmals aus Scham oder Zeitmangel nicht gestellt. So werden spezielle Probleme Einzelner oftmals nicht thematisiert. Ganzheitliche, auf die individuellen Bedürfnisse der Frau/des Paares zugeschnittene mentale Vorbereitung kann eine sinnvolle Ergänzung zu einer somatisch orientierten Geburtsvorbereitung sein.

In einem ersten Gespräch wird der individuelle Vorbereitungsbedarf ermittelt. Häufige Themen sind: Angstreduktion, Abgleich von Idealvorstellung mit dem (meist standardisierten) Routineablauf einer Geburtsklinik sowie Umgangsstrategien bei hohem persönlichen Erwartungs- und Leistungsdruck. Es können auch Strategien für das Verhalten bei ungeplantem Geburtsverlauf erarbeitet und das Gebär(selbst)bewusstsein der Frau gestärkt werden.

Einzel- oder Kurstunden bieten sich vor allem an:

  • für Erstgebärende
  • für Frauen mit traumatisierenden Vorerfahrungen
  • für Frauen, die einen Kaiserschnitt planen (müssen)
  • bei Ängsten bezogen auf Klinik und medizinischem Personal
  • bei besonderen Belastungen z.B. durch eine Risikoschwangerschaft

Schwangere Frauen können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei speziellen Fragen eine Einzelsitzung oder ab der 36. Schwangerschaftswoche eine Kurseinheit (4 Sitzungen á 60 Min./ mit einer Partnerstunde) in Anspruch nehmen.